Kulturelle Aneignung

Ein Plädoyer für mehr Wohlbefinden

Text: Dominik Brülisauer

Es gibt viele Gelegenheiten, an denen man sich unwohl fühlen kann. Als wissbegieriges Schulmädchen in Afghanistan, als aufgeklärter Journalist in Saudi-Arabien, als Homosexueller in Alabama, in einer Ehe mit Heidi Klum, als Nichtschwimmer in einem undichten Schlauchboot während eines perfekten Sturms im haifischverseuchten Nordpolarmeer, in einem Meeting mit Magdalena Martullo-Blocher, beim TV-Abend mit den Eltern, wenn im Sonntagabend-Krimi hemmungslos rumgebumst wird, während einer Wurzelbehandlung bei einer esoterischen Zahnärztin, die nicht an die Anästhesie sondern an die beruhigende Wirkung von Schmetterlingsgesängen glaubt, oder wenn man herausfindet, dass ein Freund die Theorien von QUanon irgendwie doch noch interessant findet. 

Auf keinen Fall unwohl fühlen muss man sich in der Schweiz, wenn weisse Musiker mit Dreadlocks Reggae spielen. Warum? Weil wir in einem sicheren Land leben, weil Reggae Ferienstimmung verbreitet, weil wir gerade in einer Bar sind und man während Konzerten in Feierlaune sein sollte. Du darfst dich an Reggae-Konzerten höchstens unwohl fühlen, wenn du schlechtes Gras geraucht hast, der Sound scheisse ist, die Frisur des Sängers bereits lebt, soeben deine Begleitung gefressen hat und die Tentakeln nun wild nach dir greifen, die Musiker die Reggae-Kultur böswillig lächerlich machen oder wenn deine Ex-Freundin gerade mit ihrem neuen Typen aufgetaucht ist, der besser aussieht als du, ein super Zuhörer ist und der nicht wie du davon überzeugt ist, dass eine Briefkastenfirma Briefkästen produziert.

Trotzdem gibt es immer mehr Leute, die sich in solchen Situationen unwohl fühlen. Diese sensiblen Pflänzchen ertragen es nicht, wenn weisse Personen Musik machen und Frisuren tragen, die man mit Jamaika assoziiert. Das sind die gleichen Leute, die auch verlangen, dass nur homosexuelle Schauspieler Homosexuelle spielen dürfen – oder Massenmörder gefälligst nur von Massenmörder dargestellt werden, Vampire nur von Vampiren, Alkoholiker nur von Bradley Cooper, Frauen nur von Frauen. Letzteres sollte Viktor Giacobbo interessieren. Aber anstatt das zu machen, was normale Leute tun, wenn sie sich unwohl fühlen, zum Beispiel nach Hause gehen, sich selbst bemitleiden und Tee trinken, spielen sie sich lieber als Anwälte der Unterdrückten dieser Erde auf und sorgen mit ihrem pseudoheldenhaften Einsatz dafür, dass Konzerte abgebrochen werden. Der Schlachtruf dieser superwoken Subjekte, die gegenseitig in einem Wettbewerb stehen, sich in immer bescheuerten Situationen unwohl oder beleidigt zu fühlen und dabei ihr eigenes Befinden zum Mass aller Dinge hochstilisieren, lautet: Cultural Appropriation. 

Kulturelle Aneignung findet statt, wenn Mitglieder einer dominanten Kultur Traditionen, Wissen oder andere Elemente einer benachteiligten Minderheiten-Kultur ungefragt übernehmen und sich daran bereichern. Dass man das nicht machen sollte, leuchtet zwar ein, aber in der Realität funktioniert die Idee so wenig wie eine Gesichtserkennungs-App bei einem Arschgesicht wie Xi Jinping. Als die Hochkultur der Maya in Mittelamerika ihre Nachbarvölker dominierte, hätten sie keine Essgewohnheiten, Frisuren oder Jagdtechniken von ihnen übernehmen dürfen. Nachdem die Spanier Mexiko erobert hatten, hätten die sich keine Tänze, Moden oder Kunstfertigkeiten von den Azteken oder Maya aneignen dürfen. Und heute, wo Mexiko mehr oder weniger ein Drittweltland ist, dürfen wir Globalisierungssieger an unseren Kostümfesten nicht mit Maulesel, Poncho und Sombrero auftauchen und im Tequila-Rausch «Ay ay ay» schreien und mit dem Revolver freudig in die Luft ballern. Spätestens hier hört für mich der Spass auf.

In einer warmen Sommernacht in einer Berner Beiz Weltretter spielen, das ist ungefähr so effizient, wie wenn ich auf Spotify Rachmaninoff skippe oder du auf Pornhub russische Videos überspringst, um Putin zu stoppen. Ich plädiere für mehr Gelassenheit bei diesem Thema. Denn ich finde es lustig, wenn sich bildungsferne Auto-Tuner aus dem Aargau das chinesische Zeichen für Weisheit tätowieren lassen, irgendwelche Zürcher-Vorstadtbünzlis ihre Kinder Cheyenne und Tuareg taufen oder eine Babsi aus Bischofszell mit dem Halsschmuck der Padaung-Frauen rumläuft, weil sie so multikulti und aufgeschlossen ist, dass sie sogar einen Giraffenhals in Kauf nimmt. Ja, ich finde das lustig. Unwohl fühle ich mich dabei nicht. Jetzt kannst du sagen, dass sie sich ja nicht an meiner Kultur bedient haben. Nun gut. Als patriotischer Engadiner würde ich es aber auch lustig finden, wenn sich die Maori in Neuseeland Sgraffito-Ornamente aus unserer Region tätowieren, Inuits in Grönland ihre Kinder Ladina und Gian-Giachem taufen, die Massai in Kenia Chalandamarz-Lieder singen oder Yanomami-Krieger in unseren Trachten durch den brasilianischen Regenwald tanzen würden. Ja, lustig!

Ich weiss, dass dieser Vergleich hinkt, schliesslich waren wir Engadiner nie ein unterdrücktes Volk, sondern schon immer Top-of-the-Foodchain. Aber als Metal-Fan gehöre ich definitiv zu einer Minderheit. Wie jede Kultur haben wir unsere olfaktorischen, auditiven oder visuellen Codes, über die wir uns identifizieren und gegen andere abgrenzen. Dazu gehören unsere Bierfahne, unsere Grunzlaute und natürlich unsere geilen Bandshirts. Wenn ich mit einem Sepultura-Shirt durch die dunkle Seitengasse irgendeiner Weltmetropole torkle und jemand kommt mir in einem Metallica-Shirt entgegen, dann ist alles klar. Es droht keine Gefahr, wir verstehen uns, beschnuppern uns kurz unter den Achselhöhlen, grölen uns an, halten uns die Mano-Cornuta entgegen, gratulieren uns zu unserem Musikgeschmack, trinken einen Schluck Jägermeister aus unseren Flachmännern und gehen weiter auf unseren Highways to Hell. 

Aber blöderweise hat Influencer-Teufel Kendall Jenner die ästhetischen Vorzüge dieser Haute-Couture für sich entdeckt, sich wiederholt mit einem Slayer-Shirt ablichten lassen und nun Millionen ihrer Followerinnen dazu inspiriert, ebenfalls Bandshirts mit Totenköpfen, Blutspritzern und Zombies zu tragen, obwohl diese ausschließlich weichgespülten Kommerz wie Taylor Swift hören und davon überzeugt sind, dass Pantera eine Zooattraktion, Celtic Frost ein Wetterphänomen und Megadeth der kleine Bruder von Gigadeth sind. Ausserdem können sie bestimmt nicht 15 Unterschiede zwischen Grindcore und Goregrind aufzählen. Dass sich also ignorante Schulmädchen an meiner Kultur bedienen und sich mit einem brutalen Metal-Shirt im Kino euphorisch Die Eiskönigin ansehen, auf TikTok ihre Liebe zu Bubble-Tea zelebrieren oder zuhause eingekuschelt in ihrer Hello-Kitty-Bettwäsche von einer Rutschbahnfahrt mit Justin Bieber träumen, dass sollte mir Unwohlsein bereiten. Tut es aber nicht. Ich finde es lustig. Und wenn du jetzt sagst, Metal-Heads waren ebenfalls noch nie eine unterdrückte Minderheit, dann kann ich dir entgegnen, dass wir das in der Schweiz so lange waren, wie der Sender DRS 3 das Monopol für die Sound-Kulisse im öffentlichen Raum hatte und zwischen tonnenweise DJ Bobo, Haddaway und Madonna mal eine Ballade von Guns n‘ Roses das höchste der Gefühle war.

Wenn jemand ein so beschränktes Weltbild hat, dass er sich unwohl fühlt, wenn Weisse Rastas tragen und Reggae spielen, obwohl diese Musiker Jamaika und ihre Kultur offensichtlich lieben, müsste man sagen, dass er einem leid tut und ihm gute Besserung wünschen. Stattdessen gibt es doch tatsächlich Veranstalter, die sich für ihre Unsensibilität entschuldigen und es diesen pubertären Quatschköpfen recht machen wollen. Wo soll das hinführen? Schweizer Musiker dürfen nur so aussehen und klingen wie Gölä oder Trauffer? Bei dieser Horror-Vorstellung fühle ich mich unwohl!
Hätte ich mir Mühe gegeben, ein Konzert zu organisieren, und dann würde so ein Möchtegern-Weltretter-Persönchen zu mir kommen und mir mitteilen, dass es sich unwohl fühlt, würde ich es geteert und gefedert mit der Kanone zurück nach Absurdistan schiessen, wo es mit seinen anderen Schneeflöckchen darüber weinen kann, wie schlimm es doch ist, dass die Alte-Weisse-Herrenrasse den ganzen Planeten fickt und sich bei allen anderen gratis bedient – so als ob Afrikaner vor der Ankunft der Europäer nicht andere Afrikaner versklavt hätten. Das nennt man Whataboutism, schon klar. 

Seit wir Menschen uns von Afrika aus in den letzten 200‘000 Jahren auf dem ganzen Planeten verteilt haben, haben wir uns äusserlich und kulturell an diverse Kontexte angepasst. Heute leben wir als Stammesgesellschaften im Dschungel von Papua-Neuguinea und jagen dort Wasserbüffel oder Hexen oder wir leben anonym im Großstadt-Dschungel von New York und jagen dem Geld und unserer Selbstverwirklichung nach. Dabei sind Wertungen abhängig von der eigenen Perspektive. Und was noch wichtiger ist: Kulturen sind Konstruktionen, die immer im Wandel sind. Die Schweiz von 1848 hat bis auf das Territorium wenig zu tun mit dem Land von heute – ausser vielleicht im Wallis. Gewisse kulturelle Elemente verschwinden, weil sie durch humanere Methoden ersetzt werden. In zivilisierten Ländern wird man nicht mehr gesteinigt, sondern durch die Giftspritze von der irdischen Existenz erlöst. Was für ein Fortschritt!

Andere Elemente werden von anderen Kulturen übernommen, weil sie praktischer sind – nach Ankunft von Commodore Matthew Perry in der Mitte des 19. Jahrhunderts dauerte es in Japan fünf Minuten, bis alle Japaner freiwillig ihre Kimonos gegen bequeme westliche Klamotten eingetauscht haben, und wir blamieren uns dafür heute im Karaoke. Cool, oder? In einer globalisierten und durch Glasfasern vernetzte Welt geht alles noch viel schneller. Der Evolutionsbiologe Richard Dawkins prägte den Begriff Mem als kulturelles Pendant zum biologischen Gen. Mems sind Ideen, Überzeugungen oder Verhaltensmuster. Sie können erfolgreich sein, viral gehen und sich in den Köpfen von Menschen weltweit festsetzen, mutieren, anpassen oder wieder verschwinden. Und zwar in alle Richtungen, nach oben und nach unten. Das ist ein Naturgesetz, ob es einem passt oder nicht.

New York finden alle toll, weil es ein Schmelztiegel von unzähligen Kulturen und Subkulturen ist. In Manhattan, Queens, Little Italy, Chinatown, Harlem oder Brooklyn leben Hispanics, Afro-Americans, Native-Americans, Iren, Niederländer, Inder, Hiphopper, Goths, Yuppies, Drags, Skateboarder und viele mehr mit und nebeneinander. Und wenn ein schwarzer schwuler Jude mit Eminem in den Kopfhörern an die Wall Street zu seinem Brokerjob skatet und sich zum Mittagessen ein Stück Pizza reinzieht, am Abend vietnamesisch isst und danach mit seinem peruanischen Freund französisch Liebe macht, dann spricht man von geglücktem Multikulti. Alle diese Kulturen auseinanderzuhalten ist weder möglich noch wünschenswert, auch wenn das der feuchte Traum von Identitären und anderen Neonazis sein mag. Und alle Kulturen in ein Ranking einzuteilen und herausfinden, wer wann andere Kulturen mehr ausgebeutet hat und dann erklären, wer von wem sich bedienen darf und wer überhaupt keine Rechte mehr hat, dass klingt doch komplizierter als zu bestimmen, wer bei Game of Thrones schlussendlich die Guten und wer die Bösen waren.

Was ich also sagen möchte: Wir Menschen sind im Grunde alle gleich, Kulturen und Hautfarben sind kontextabhängig, arbiträr und provisorisch. Wir sollten das nicht überbewerten, weder in dem wir unsere eigene Kultur und Hautfarbe als die geilste aller Zeiten abfeiern noch in dem wir uns für den Rest der Zeit als Opfer sehen, weil unsere Vorfahren zu einer gewissen Zeit mit der falschen Hautfarbe am falschen Ort der Welt wohnten. Dabei möchte ich die Kolonialzeit nicht schönreden. Sie hat Millionen von Opfern gefordert, ihre Folgen sind immer noch spürbar. Das muss man ernst nehmen. Allerdings haben westliche Medizin, Technik und Werte das Leben global verbessert und verlängert. Indien wurde zu einer Demokratie und hat aufgehört die lebenden Witwen zusammen mit dem Leichnam ihrer Ehemänner auf dem Scheiterhaufen zu verbrennen. Andrew Tate findet das vielleicht schade, aber so ist es nun mal. Im westafrikanischen Benin können Eltern ihre Kinder gegen Diphtherie, Tetanus und Masern impfen lassen und müssen sich nicht nur auf die Wirkung eines Voodoo-Tänzchens gegen die bösen Geister verlassen. Xavier Naidoo bedauert das bestimmt, aber so ist es nun mal. 

Auf der ganzen Welt profitieren die Menschen heute von Elektrizität, Eisenbahnen und Computern. Und wenn in naher Zukunft die Chinesen die dominante Kultur und wir fortpflanzungsfaulen und wohlstandsverwahrlosten europäischen Freizeitjunkies die Minderheit darstellen werden, dann gilt auch zu hoffen, dass sie unsere kulturellen Errungenschaften wie Menschenrechte, Rechtsstaatlichkeit oder Demokratie übernehmen werden und wir uns deswegen nicht beraubt fühlen. Oder analog zum Thema dieses Textes: ein woker Chinese den anderen Chinesen sagt, er fühle sich mit Menschenrechten unwohl, weil das kulturelle Aneignung sei, und die anderen Chinesen auf seinen Blödsinn eingehen.

Ich behaupte, dass Leute, die sich an weissen Reggae-Konzerte unwohl fühlen, die Pubertät noch nicht verlassen haben und einfach gegen ihre Eltern rebellieren wollen. Das ist normal. Für meine Generation ist es so logisch, dass Rassismus, Chauvinismus oder Homophobie unter jeder Sau sind, dass wir heutige Teenager schon fast dazu zwingen, sich absurde künstliche Feindbilder aufzubauen, gegen die sie anrennen können – oder, was noch schlimmer wäre, wieder in die rechte Ecke abzudriften. Hauptsache nicht so sein wie die Alten. 

Als Jugendlicher trug ich den Che auf meiner Brust, hatte meine Faust in der Luft und «Killing in the Name» in meinen Ohren. Meine geilsten Forderungen von damals: alle Weissen aus USA, Afrika und Australien zurück in ihre Herkunftsländer schaffen, Rechtsradikale in Konzentrationslagern vergasen, jeden imperialistischen US-Soldaten über dem Dschungel von Vietnam aus dem Hubschrauber werfen, israelische Siedler aus dem Westjordanland ins Mittelmeer prügeln, Kapitalismus abschaffen, Grundbesitzer enteignen, Wilderer häuten, Kinder an die Macht, Freibier für alle! Logischerweise haben mich die Alten ignoriert und ich kam von allein zur Vernunft – obwohl ich gewisse Ideen immer noch sympathisch finde. 
Bevor der nächste eierlose Konzertveranstalter darüber nachdenkt, ob eine Band wie Lauwarm wieder ausgeladen werden müssen, weil sich sonst jemand im Publikum unwohl fühlen könnte, sollte er genau das tun. Die armen Pflänzchen ignorieren und erwachsen werden lassen. Und wenn sie abgeschottete Monokulturen später immer noch toll finden, dann hat Nordkorea bestimmt noch ein Plätzchen für sie frei.

Zum Schluss noch ein paar Fragen. Kann es sein, dass es die gleichen Leute sind, die beim Thema Abtreibung «My Body, my Choice» (Was ich auch unterstütze) skandieren, oft die gleichen sind, die anderen vorschreiben wollen, wie sie ihre Haare zu tragen haben? Kann es sein, dass Reggae so geil klingt, weil es mit einer elektrischen Gitarre, also einer westlichen Erfindung, gespielt wird? Kann es sein, dass viele superwoke Idealisten zwar nicht mehr daran glauben, dass es Mann und Frau gibt, sondern Geschlechter als soziale Konstruktionen betrachten, aber gleichzeitig bei Musik und Frisuren genau wissen, wer aufgrund seiner Herkunft was zu tragen und zu spielen hat? Kann es sein, dass Leute, die die individuelle Freiheit und Selbstverwirklichung über alles stellen, auch dafür sind, dass jedes Individuum beim Thema Frisuren und Musik ein Repräsentant seiner Rasse oder Nation ist, und sich dementsprechend stereotyp zu verhalten hat? Könnte es sein, dass sich die gleichen Leute unwohl fühlen, die auch gegen Patronizing antreten, aber bei diesem Thema das Gefühl haben, sie müssen Konzertveranstaltern vorschreiben, wer bei ihnen auftreten darf? Könnte es nicht sein, dass die Welt ein wenig besser dran wäre, wenn weisse Leute wie Diktator Lukaschenko sich Dreadlocks wachsen lassen und die Welt mit karibischen Offbeat-Phrasierungen und Texten über Liebe und Respekt erobern würden? Bob Marley hatte einen weissen Vater. Hätte er nur auf einer Kopfseite Rastas haben dürfen und nur jedes zweite Lied als Reggae-Song spielen dürfen? Ist es auch kulturelle Aneignung, wenn man jeden Schwachsinn aus den USA übernimmt, wie zum Beispiel die Cancel Culture? Dürfen Weisse gegen Rassismus rappen? Dürfen nur Hawaiianer surfen? Sind beleidigte Leberwürste vegan? Ach, ich schweife ab.

Aber natürlich habe ich aber noch eine Lösung für dieses Problem. Jede hellhäutige Person, die sich Dreadlocks wachsen lassen und Reggae spielen möchte, muss mindestens einen Monat bei Amazon gearbeitet haben. Somit hat sie Erfahrung mit Unterdrückung und Sklaverei gemacht und alle können sich an ihren Konzerten wohl fühlen. Deal?

Ausführlicher mit diesem komplexen Thema habe ich mich im Kapitel «Bob Marley. Liebe geht durch die Ohren» in meinem Buch «Das Buch der Helden. 30 Hommagen an die Idole meiner Jugend» und in der Kurzgeschichte «Die Rundfahrt» in meinem Buch «Smoking kills! 20 Storys zum Reinziehen» befasst. Beide Bücher sind super und du solltest sie unbedingt lesen 🙂

Zum Bestellen einfach auf die Bilder klicken. Vielen herzlichen Dank!

Ein Gedanke zu “Kulturelle Aneignung

  1. bin absolut deiner Meinung. Wäre interessant was diese Personen für eine Kleidung tragen, hoffentlich keine Jeans. und kein Schweizer darf mehr eine Oper singen, und die Köche dürfen nurmehr originale Schweizer Küche servieren. und das Schi fahren haben sie ja auch nicht erfunden. usw. usw.

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